Sanierungsexpertin Dr. Nicole Essiger-Munk, Politikwissenschaftlerin
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Hans Günter Winkler, Olympiateilnehmer und Goldmedaillengewinner bei Olympischen Reiterspielen
 Hans Günter Winkler Portrait  

 

 

 

 

 

 

Warendorf, im Juli 2004


Zu Dr. Nicole Munk "Insolvenzprophylaxe für Deutschland - Vision eines Zweiten Deutschen Wirtschaftswunders" - Wege zur Sanierung von Staat und Wirtschaft -Aufbruch zu einer neuen Magna Charta der sozialen Marktwirtschaft. Erschienen im Gabler-Verlag, 1. Auflage 2004:

Als ich das erste Mal von Frau Dr. Nicole Munks Buch "Konzeption einer Insolvenzprophylaxe für Deutschland - Vision eines Zweiten Deutschen Wirtschaftswunders" hörte, hatte ich gerade im Handelsblatt einen Artikel mit dem Titel "Französischer Investor übernimmt fast ganz Messer-Griesheim" gelesen. Ein weiteres Mal war ein deutscher Industriekonzern durch einen finanzkräftigen ausländischen Konkurrenten aufgekauft worden, und Tausende von Arbeitsplätzen in einer eigentlich typisch deutschen Branche standen wieder einmal auf dem Spiel. Zusätzlich gehen täglich Meldungen durch die Presse wie diejenige, nach der die Deutsche Bundesbank ein Sechstel der deutschen Goldreserven verkaufen will, um die Staatsfinanzen zu stützen.

Es ist ein bedrückendes Gefühl, als Bürger dieses Landes zusehen zu müssen, wie sich die deutsche Wirtschaft in einem Abwärtsstrudel befindet, scheinbar ohne dagegen etwas unternehmen zu können. Dies macht mich oftmals zornig und erzeugt ein Gefühl von Ohnmacht. Und trotz aller Alarmzeichen diskutieren die Menschen in Deutschland das Problem "Ist Deutschland noch zu retten?" noch immer, als handele es sich dabei nicht um unsere Heimat, unser Vaterland, sondern um irgendein abstraktes Gedankenspiel.
Wer sich als Bürger über die genauen Hintergründe, Zusammenhänge und Ursachen dieses Niedergangs der deutschen Wirtschaft und der Staatsfinanzen informieren will, stand bislang vor dem Dilemma, dass es kaum eine verständliche, umfassende und objektive Darstellung dieser Probleme gab - oder gar ein gangbarer Lösungsweg aufgezeigt wurde. Dr. Nicole Munk ist es gelungen, ein wissenschaftliches Hand- und Lehrbuch zu verfassen, welches erstmals den Versuch einer umfassenden Problemanalyse unternimmt. Gleichzeitig entwickelt sie einen möglichen Lösungsweg aus der Krise und verschafft dem Leser einen Einblick in die Zusammenhänge der globalisierten Weltwirtschaft. Dabei erläutert sie ebenfalls, warum die missliche Lage Deutschlands eben nicht auf die Globalisierung der Wirtschaft zurückzuführen ist, also weder in Washington noch in Brüssel ihren Ursprung hat, sondern trotz allem hier vor unserer eigenen Tür entstanden ist.

Ich selbst habe das Wirtschaftswunder unter Ludwig Erhard miterlebt und nach dem zweiten Weltkrieg den Aufstieg Deutschlands zu einer der führenden Weltwirtschafts-Nationen verfolgt. Nach fünf Jahrzehnten Erfolgsgeschichte Bundesrepublik Deutschland soll ich mich nun damit abfinden, dass unser Abstieg in allen wichtigen weltwirtschaftlichen Belangen nicht aufzuhalten ist? Müssen wir tatenlos zusehen, wie alles, was wir mit harter Arbeit erreicht haben, aufs Spiel gesetzt wird und Gefahr läuft, verloren zu gehen? Oder ist Deutschland nicht doch in der Lage, abseits von übertriebener Bürokratie wieder Innovationen anzustreben und mit Kreativität und Fleiß erneut an die Weltspitze vorzurücken?

Frau Dr. Munks Antwort auf diese letzte Frage lautet eindeutig "Ja". Auf den ersten Blick erscheint ihre Bestandsaufnahme der Staatsfinanzen und der Konzernlandschaft in Deutschland zwar niederschmetternd, gleichzeitig bietet die junge Autorin aus Bad Nauheim jedoch einen Katalog von Maßnahmen und Vorschlägen zur Gesundung der Volkswirtschaft auf, der sehr geradlinig und zielorientiert erscheint.

Fachkompetenz und vertieftes Wissen untermauern etwas, was in den letzten Jahren anscheinend sowohl der deutschen Politik als auch der Wirtschaft abhanden gekommen ist: Willenskraft, das "etwas-beweisen-wollen" und die Zuversicht, dies auch zu schaffen. Die oft belächelten deutschen Tugenden und Werte, dieses "Jetzt-erst-recht"-Gefühl, der Wille, auch in schwieriger oder sogar aussichtsloser Lage zu kämpfen, werden heutzutage beinahe nur noch durch den deutschen Sport verkörpert.

Dr. Munks "Insolvenzprophylaxe" zielt genau auf dieses Gefühl ab und vermittelt neben zahlreichen Verbesserungsvorschlägen in den Bereichen Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften die Rückkehr zu eben diesen Tugenden.

Die "Konzeption einer Insolvenzprophylaxe" verschafft auch dem Normalbürger das Verständnis dafür, warum Arbeitsplätze aus Deutschland weg ins Ausland abwandern, warum die Kaufkraft in Deutschland immer weiter zurück geht, die Berufschancen für die junge Generation immer schlechter werden und das Sozialversicherungssystem zusammen zu brechen droht. Kaum jemand fand bislang den Mut, hierbei Ross und Reiter wirklich beim Namen zu nennen und diesem Land eine wahre "Rosskur" zu verordnen. Frau Dr. Munk erläutert unpopuläre Lösungswege und tritt auch energisch für deren Durchführung ein. Sie führt gegen die Interessen aller mächtigen Verbände und Organisationen in Deutschland das Wort und beweist damit Zivilcourage. Die Einführung einer Bürgerversicherung, unbeeinflusst von Staat und Finanzdienstleistern, eine radikale Erhöhung der Arbeitszeit, Abbau des Staats- und Behördenapparates und eine Neuorganisation des Aufsichtsratssystems in den deutschen Konzernen sind elementare Punkte ihrer Empfehlungen.

Die "Insolvenzprophylaxe" von Dr. Nicole Munk repräsentiert somit weder die Interessen der Gewerkschaften noch diejenigen der Arbeitgeberverbände, wohl aber die der Bürger unseres Landes, deren Wünsche und Bedürfnisse schon lange nicht mehr durch die Schwerfälligkeit der Parteien hindurchdringen, geschweige denn zur Umsetzung kommen.

Dr. Nicole Munk, promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin und Hobby-Marathonläuferin, hat dabei die Meßlatte sehr hoch gelegt - eine Wiedergesundung der deutschen Volkswirtschaft in nur fünf Jahren. Eine Utopie? Wer das Buch zu Ende gelesen hat, erkennt: Dieses Ziel ist erreichbar, ganz sicher dann, wenn die Verantwortungsträger in Staat und Wirtschaft echten olympischen Mannschaftsgeist entwickeln.

Deutschland muß seinen Kampfeswillen wieder entdecken, um erneut einen "Weltmeistertitel" in greifbarer Nähe zu haben - sei es bei Nobelpreisen, Wissenschaft, Produktivität, Firmenneugründungen, Forschung oder Hochtechnologie. Dr. Nicole Munks "Insolvenzprophylaxe" sollte als Maßnahmenkatalog für das Bundeskanzleramt verstanden werden, um den Erfolg der sozialen Marktwirtschaft wieder zu beleben und an unsere frühere Position in der Welt anzuknüpfen.

Ich wünsche Frau Dr. Munk Standhaftigkeit und Mut im Zuge der Kritik und der Diskussionen, die ihr Werk sicherlich auslösen wird.


Über Hans Günter Winkler

Herausragende Gestalt des Deutschen Springreitens

Hans Günter Winkler, 6-maliger Olympiateilnehmer und Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Reiterspielen 1956 in Stockholm, ist der weltweit erfolgreichste Springreiter auf Olympischen Spielen.

Er war mehrfacher Deutscher Meister, Weltmeister der Springreiter und Europameister. Neben mehreren Ehrungen zum Sportler des Jahres wurde er in den 50er und 60er Jahren zweimal zum Sportler des Jahrzehnts gewählt.

   Hans Günter Winkler Stockholm 1956

Unternehmerpersönlichkeit

  • Gründer der HGW-Marketing GmbH in Warendorf (1991)
  • Herausgeber der Zeitschrift "Pferdesport international"
  • Vielfacher Buchautor
  • Sportdirektor der Riders Tour
  • Berater des Dressurclubs PRADAR in Moskau

Gesellschaftlich engagiert

  • Mitglied des Ehrenkomitees der Spanischen Hofreitschule
  • Kuratoriumsmitglied des WWF

Zahlreiche Ehrungen, darunter das Große Bundesverdienstkreuz und der Medienpreis Bambi, belegen die große gesellschaftliche Anerkennung.

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Aktuelle News
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Aufrüstung in Greentec wie Sonnenkraftwerke ist das Gebot der Stunde. Morgenland-Magazin.com veröffentlicht Beitrag in dem das Tote Kapital, gebündelt in Waffen und Kriegsstrukturen zur Reinvestition empfohlen wird. Europäische Währungskrise und der Kampf gegen Staatsinsolvenzen dürfen nicht von Grundsätzen der Insolvenzprophylaxe ablenken.
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08.02.2010
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